Gedanken - Website und Blog von Dr. med. Alois Giger, Bischofszell

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Gedanken

Falls ich eine gute Idee habe - was selten genug vorkommt - werde ich hier die Geistesblitze aufzeichnen, in der vagen Hoffnung, die Eine oder der Andere fände Gefallen daran. Witze und Bonmots, sofern sie über der Gürtellinie angesiedelt sind, sollen hier ihren Platz bekommen.


3. Oktober 2019

Immer wieder zaubern gescheite Sätze und wohlgewählte Worte ein Lächeln auf meine Lippen - egal, ob man mit dem Inhalt einverstanden ist oder eben nicht... So habe ich mich heute über ein Zitat in der NZZ gefreut, mit dessen Inhalt man ja nicht einverstanden sein muss. Die Worte stammen von einem bekannten deutschen Künstler, der nach jahrelanger Absenz wieder in einer deutschen "late night show" auftritt. Das Zitat lautet: "Optimismus ist ein Zeichen mangelnder Information"..... Pessimismus wäre dann wohl ein Hinweis auf zu viel Information? Einerlei.


27. September 2019

Vielleicht haben Sie die letzte "Kassensturz"- Sendung mitverfolgt. Es ging um die Tomatenernte im südlichen Italien und die Billig-Pelati. Grauenhaft, was man da zu sehen bekam. Rechtlose, geschundene Migranten, vorwiegend aus nördlichen Ländern Afrikas, illegal eingewandert, werden von den Feldbesitzern und deren Vasallen schlimmer gehalten als die meisten Tiere. Härteste Arbeit zu einem Gehalt, das die Bezeichnung "Belohnung" nicht verdient. "Unterkünfte", die jeder Beschreibung spotten. Von den nicht vorhandenen, primitivsten hygienischen Einrichtungen nicht zu reden. Und dies alles geschieht im entwickelten, freien Europa, ein paar Hundert Kilometer von uns entfernt. Und niemand, niemand nimmt sich dieser Ärmsten der Armen an. Die Politiker und die zuständige Behörde - wer ist dies überhaupt - haben Wichtigeres zu tun, als sich um Menschen zu kümmern, die wie rechtlose Sklaven misshandelt werden. Einfach himmelschreiend. Unnötig zu erwähnen, dass es derartige Misshandlungen von Arbeiter-Sklaven in anderen Ländern, wie zB. Spanien, auch gibt.



Was können wir hier in unserem Lande für die afrikanischen Sklaven tun? Vermutlich nicht viel. Sicher aber ist es falsch, im Laden Pelati zu kaufen, die für weniger als einen Franken angeboten werden. Und ob die Grossverteiler sich durchringen können, ein Label zu schaffen, welches die Produzenten verpflichtet, den Umgang mit den Erntemitarbeitern so zu gestalten, dass man von einer humanen Behandlung reden kann.

26. August 2019

Zwar ist das Schwingfest (ESAF) 2019 bereits Geschichte und Schnee von gestern. Dennoch erlaube ich mir, die eine oder andere Überlegung anzustellen. Ich frage mich zum Beispiel, ob die Innerschweizer nach dem 6. Gang einen "Schlachtplan" ausgeheckt hatten, dessen Zweck darin bestand, Armon Orlik aus dem Rennen um den Schlussgang zu nehmen. Anders kann ich mir die extrem passive Einstellung von Schurtenberger Sven nicht erklären. Nach dem geschafften Gestellten hat Joël Wicki seinem Verbandskollegen zwar gratuliert - halbherzig wie mir schien. Denn: erst durch diesen gestellten Gang wurde Stucki Christian die Teilnahme am Schlussgang möglich....Und meiner Ansicht nach hätte Schwinger Wicki im Schlussgang gegen einen Orlik bessere Chancen gehabt als gegen Stucki. Falls die Taktik so ausgelegt war, wie ich es hier schildere, hat Schurtenberger seinem Verbandskollegen einen Bärendienst erwiesen... Ob meine gewagte These mit der Wirklichkeit übereinstimmt, weiss ich nicht. Wir werden es wohl nie erfahren.



8. Juli 2019

Es ist für jene, die mich kennen, nicht ganz neu, dass mir Religion und Konfession nicht ganz gleichgültig sind. Dass mir die Austritte aus den christlichen Kirchen zu denken geben, verheimliche ich nicht. Dass jeder Austritt aus unseren traditionellen Kirchen mit der Stärkung uns bisher eher fremder Religionsgemeinschaften einhergeht, berührt wohl die wenigsten der Ausgetgretenen. Mathematiker und andere gescheite Köpfe sind dank Wahrscheinlichkeits-Berechnungen imstande vorauszusagen, wann der chritlische Glaube in unserem Land durch Religionen, die bei uns nie eine Rolle gespielt hatten, verdrängt wird und diese das Zepter übernehmen. Vorausgesetzt, die Begleitumstände bleiben gleich. Es wäre ja möglich, dass irgendwann ein Umdenken stattfindet. Anderfalls müssen sich unsere Ur-Enkel damit befassen, welches Symbol sie anstelle des Kreuzes in die rote Schweizer-Flagge einbauen müssen...





11. Juni 2019

Die "Stadtbachsanierung" kommt uns Bischofszeller viel teurer zu stehen, als dies geplant war. Das ruft bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein eher schales Gefühl hervor. Sicher gibt es gute Gründe für diese doch bemerkenswerte Kostenüberschreitung. Mir sind diese nicht bekannt, weil ich mich nicht informiert habe. Aus diesem einfachen Grunde halte ich mich mit unsachlicher Kritik zurück und trage die die Bürde mit Würde mit - wie viele andere Bischofszeller auch.



13. Mai 2019

In einem besorgten Leserbrief äussert sich der Vater eines Erstkommunikanten zum Termin des Städtlilaufes: in diesem Jahr wurde der sportliche Wettkampf ausgerechnet am Weissen Sonntag ausgetragen (28.4.19). Ich nehme einmal an, dass eines seiner Kinder ob der Terminkollision nicht am Lauf teilnehmen konnte, weil die Familie am religiösen Fest nicht fehlen wollte. Ich teile die Besorgnis des Vaters. Indes: die religiösen Feste, gleich welcher Konfession, nehmen von Jahr zu Jahr an Bedeutung ab. Dafür nimmt der Wert der weltlichen Veranstaltungen stetig zu. Einen Trend, den einzelne vielleicht bekämpfen, nicht aber aufhalten können. Ich nehme an, dass der letzte Sonntag im April für die sportliche Veranstaltung in unserer Gemeinde reserviert ist. Daran gibt es eher nichts zu rütteln. Wäre es vielleicht möglich gewesen, den Start etwas später anzusetzen, um den startwilligen Erstkommunikanten entgegen zu kommen? Vermutlich hat niemand aus der Organisation an diesen Konflikt gedacht. Schade. Im Übrigen danke ich dem Schreiber des Leserbriefes für seinen Mut. In der heutigen Zeit wagt es kaum einer, sich für religiöse Belange einzusetzen. Kirchenaustritte liegen mehr im Trend als Geständnisse zur Kirchentreue.





A propos Kirchenaustritt: ich kenne mehrere solcher Menschen, die den religiösen Ballast abgeworfen haben und den Schritt mit den bekannten Skandalen in der Kirche rechtfertigen. An dieser Aussage ist nichts zu bemängeln. Nur sei die Frage erlaubt, ob denn die Kirche im Verlaufe der Jahrhunderte nur Böses und Schlechtes getan habe. Ein Blick in die Kirchengeschichte oder auch in die Geschichtsbücher würde sich lohnen. Allerdings ist ein solches Vorhaben mit Aufwand und Arbeit verbunden.

Eine Frage noch: wer ist es, der in den vielen Diktaturen dieser Welt den Kampf um die Gerechtigkeit aufgenommen hat? Wie viele Christen sind hüben und drüben für ihre Überzeugung gestorben? Welche andere Religion setzt sich so kompromisslos für die Nächstenliebe ein? Oder ist Ihnen vielleicht ein christlicher Hassprediger bekannt? Oder eine christliche Terroristengruppe, welche Tod und Verderben nicht nur predigt, sondern dem Aufruf Taten folgen lässt? Dass Theorie und Praxis so stark voneinander abweichen, liegt doch nicht an der Kirche, sondern an uns Menschen.

11. April 2019

Haben Sie das gewusst??

Mit der Aufgabe der Praxistätigkeit wird ein Arzt in unserem Kanton buchstäblich entmündigt. Von einem Tag auf den anderen werden ihm Tätigkeiten verboten, die er während 40 oder mehr Jahren ausüben durfte, ohne dass ihn jemand kontrolliert hätte. Mir und den anderen Kollegen in Pension ist es zB. nicht mehr erlaubt, Rezepte für mich oder meine Angehörigen auszustellen. Ich muss mich zwingend an einen Praktiker wenden, der mir dann die notwendigen Medikamente verschreibt. Der Kanton Zürich, immer noch Vorbild für manche unserer feinen Politiker, hat diese Verordnung abgesegnet, ohne dass die betroffenen Ärzte angehört worden wären. Für mich stellt diese Regelung eine bösartige Verachtung der bisher geleisteten Dienste und eine üble Machenschaft unserer so integren und intelligenten Politikerinnen und Politiker dar.

Diese strikte Praxis gilt im Übrigen nicht in allen Kantonen: wie mir ein Jurist der FMH auf Anfrage zugesichert hat, besteht diese konfuse Regelung im Kanton Bern zB. nicht. Auch in der Westschweiz und in anderen Kantonen gilt dieses kopflose Verbot nicht. Für einmal ein deutliches Verstandgefälle von Ost nach West. Vermutlich nicht das einzige...

Im Übrigen ist es mir erlaubt, für eine nicht genau bestimmte Dauer Praxisvertretungen zu leisten. Und während dieser Arbeit schaut mir niemand auf die Finger. Das heisst: ich darf Medikamente wie zu meiner Zeit als Arzt in Bischofszell verschreiben und Rezepte ausstellen.... Wenn dies kein Widerspruch ist. Wer weiss: vielleicht darf ich nach diesen Äusserungen auch keine Praxisvertretungen mehr annehmen. Als Nächstes könnte mir vielleicht der Doktortitel, auf den ich allerdings nicht zu grossen Wert lege, aberkannt werden (geht vermutlich nicht....).

Im Kanton Zürich haben in der Zwischenzeit Ärzte in Pension einen Verein gegründet, der gegen die erwähnte Verordnung ankämpfen möchte. Es wäre für uns von grossem Nutzen, wenn alle Damen und Herren, welche in den grossen Räten der Kantone sitzen, sich vielleicht leise daran erinnern würden, dass sie auch schon froh um uns waren. Und in der Politik mischen ja auch ältere Menschen mit, denen man nicht einfach so die Urteilsfähigkeit abspricht. Ich werde den Gedanken nicht los: mit uns Ärzten in Pension springen die Politverantwortlichen um wie mit lästigen Fliegen...





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