Gedanken - Website und Blog von Dr. med. Alois Giger, Bischofszell

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Gedanken

Gedanken

Falls ich eine gute Idee habe - was selten genug vorkommt - werde ich hier die Geistesblitze aufzeichnen, in der vagen Hoffnung, die Eine oder der Andere fände Gefallen daran. Witze und Bonmots, sofern sie über der Gürtellinie angesiedelt sind, sollen hier ihren Platz bekommen.

3. Juni 2020

Die Kleinunternehmer trifft die Corona-Krise besoders hart. Vor allem jene Damen und Herren müssen unten durch, welche in irgend einer Art und Weise mit Kunst und Kultur zu tun haben. Der Bundesrat hat weitere Beiträge an diese Berufsgruppe gestoppt. Warum, weiss kein Mensch. Oder doch? Vielleicht weiss es die SVP, die vehement dagegen ist, dass man diesen um ihre Existenz ringenden Einzelkämpfern weitere überlebenswichtige Beiträge ausbezahlt. Für mich ist dieses Verhalten gewisser Politiker und Parteien unverständlich. Aber eben: ich bin kein Politiker - Gott sei's gedankt - und verstehe somit von der ganzen Problematik nichts. Mit gesundem Menschverstand bringt man es in bestimmten Situationen und kritischen Lagen nicht weiter...Am wenigsten weit sicherlich in der Politik.

24. April 2020

Nick Hayek, umsichtiger und erfolgreicher Chef der Swatch-Gruppe, dessen Vater die Schweizer Uhrenindustrie vor dem Untergang gerettet hatte, nimmt kein Blatt vor den Mund. Er kritisiert den Bundesrat scharf, weil er mit dem Vorgehen in Sachen Lockerung der Massnahmen nicht einverstanden ist. Hatte unsere Regierung zu Beginn des Corona-Debakels noch gute Noten erhalten, schwindet die Zustimmung von Tag zu Tag. Das war meiner Ansicht nach zu erwarten. Denn, wer ist schon imstande, die vielen Hundert Berufsgruppen gleichwertig und fair zu behandeln. Niemand kann zaubern. Niemand, der etwas unternimmt, ist gefeit vor Anfeindungen. Niemand ist fehlerfrei. Für mich handelt die Regierung nach wie vor überlegt und bringt die Meinung der Experten in die Entscheidungen ein. A propos Experten: fast scheint mir, es gäbe in der Zwischenzeit fast mehr Experten als Viren. Und wenn sich eine Frau Nationalrätin Martullo-Blocher als Corona-Expertin ausgibt, kann man zumindest auf zwei Arten reagieren: man staunt über die grenzenlose Überheblichkeit oder man nimmt die Aussagen der Industriellen nicht allzu ernst. Einerlei: Bescheidenheit ist eine Zier...


5. April 2020

Die Empfehlungen des Bundesrates werden gemäss verschiedenen Quellen gut bis sehr gut eingehalten. Bis jetzt. Die meisten Töfffahrer haben die dringende Bitte von Herrn Bundesrat Alain Berset, die Töffs über das Wochenende in der Garage zu belassen, nicht mitbekommen. Aus "Gwunder" habe ich heute, am Palmsonntag, zwischen 13.30 und 14.00 Uhr, die Motorräder gezählt, welche die Grabenstrasse befahren haben. Es waren gegen100 - vom allein Fahrenden bis zur Sechsergruppe. Kommentar: Empfehlungen sind für die Anderen. Solidarität zählt nur dann, wenn sie mir nützt. Gewiss: es gibt sie auch, die Motorradfreaks, welche dem Aufruf gefolgt sind.

Der Streit über Sinn und Unsinn der Masken scheint zu eskalieren. Beschämend, dass sich die Länder einen regelrechten Kampf um die Masken liefern. Die Fainess bleibt auf der Strecke. In Anbetracht der Knappheit des Artikels auf der ganzen Welt, scheint es angemessen, jene mit dem Mund- und Nasenschutz zu versorgen, welche im Gesundheitswesen tätig sind. Wären die Masken im Übrfluss vorhanden, könnte man die Verteilung breiter streuen, ohne ständig pro oder contra argumentieren zu müssen.

23. März 2020

Sind wir Menschen selber Schuld an der Corona-Pandemie? Haben wir das Auftreten des gefährlichen Virus uns selber zu verdanken? Wieso konnte es überhaupt zu einer solchen Krise kommen; einer Krise, welche die ganze Welt erschüttert; einer Krise, welcher nicht mit Truppen und Bomben begegnet werden kann; einer Krise, welche die Menschheit noch lange beschäftigen wird. Einmal mehr wurde uns drastisch und dramatisch aufgezeigt, welch unbedeutende Wichte wir sind. Wir glauben, wir könnten uns die ganze Welt unterwerfen. Dann kommt ein so kleines Unding daher und setzt uns schachmatt. Unheimlich und tröstlich zugleich. Unheimlich, weil wir (noch?) nicht in der Lage sind, dem Virus paroli zu bieten. Tröstlich, weil wir glasklar vorgezeigt bekommen, wie verletzlich und machtlos wir sind.

Niemand weiss, wen es treffen wird. Dass wir alten Menschen zu den Risikogruppen gehören, ist kein Geheimnis mehr. Nur: warum die älteren Jahrgänge mehr gefährdet sind, ist letztlich nicht geklärt. Man geht allgemein davon aus, dass die Immunabwehr mit steigendem Alter abnimmt. Dafür gibt es indes keinen Massstab, welcher uns anzeigen würde, wie gut die eigene Abwehr noch funktioniert. Deshalb macht die Vorsorge Sinn. Deshalb ist es für die älteren Menschen wichtig, dem Virus nach Möglichkeit auszuweichen. Deshalb sind die bundesrätlichen Verordnungen nützlich und klug.

Im Internet sind zwei deutsche Ärzte aufgetaucht, welche sich mit ihren abstrusen Ansichten einen grossen Namen machen wollen. Unter anderem behaupten diese kopflosen Nicht-Fachleute, das Getue um die Corona-Krise sei alles Schall und Rauch. Das Covid-19-Virus sei nicht gefährlicher als das bekannte Grippevirus. Um Himmelsswillen: gehen die Meldungen und Berichte in den Massenmedien an diesen besserwisserischen Dummköpfen vorbei? Haben denn diese charakterlosen Scharlatane noch nicht begriffen, dass sie total daneben liegen? Was treibt diese Möchtegerne dazu, die bekannten und unbestrittenen Tatsachen zu verdrehen? Fast scheint mir, dass es auf der ganzen Welt nur 2 Ärzte gäbe, welche die Wahrheit kennen und als einzige begriffen hätten, was sich auf der Erde abspielt. Zum Ko....Ich bin fast sicher, dass es auch in der Schweiz Mediziner gibt - sehr wenige vermutlich -, welche über die getroffenen Einschränkunen und Verordnungen lachen. Nicht auszuschliessen, dass es die gleichen Köpfe sind, welche die Impfungen verunglimpfen.


11. Februar 2020

Der Skisport fordert einen hohen Tribut. Wie viele Kreuzbänder reissen im Verlaufe einer Saison? Dabei ist diese Knieverletzung nicht zu unterschätzen, gibt es doch viele Sportlerinnen und Sportler, welche nach dem operativen Eingriff ihre Karrieren nicht mehr fortsetzten konnten. Nicht nur im Skisport.
Im Moment stecken die Herren Dominik Paris, Adrien Théaux und Hannes Reichelt in der langen Reha-Phase. Ob sie zur früheren Stärke zurückfinden, bleibt offen.
In den vergangenen Tagen hat es Viktoria Rebensburg, Sofia Goggia und Nathalie Gröbli erwischt. Letztere mit einem schweren Unterschenkelbruch, welcher nicht zum ersten Mal zum Karrierenende führen könnte, noch bevor die Sportlerin dazu gekommen wäre, ihr Potential auszuschöpfen. Die Damen Rebensburg und Goggia indes hatten etwas weniger Pech: sie werden gegen das Saisonende wieder in den Skizirkus zurückkehren; es sein denn....


Viktoria Rebensburg schont nach dem Sturz das linke Bein; man beachte: Stöckli-Skier..

30. Dezember 2019

Alle Jahre wieder. Die guten Vorsätze, die spätestens nach einem Monat der Vergangenheit angehören. Ob man ob des fehlenden Durchhaltevermögens ein schlechtes Gewissen haben muss? Ein bisschen vielleicht. Der Gedanke, dass es anderen wie mir ergeht, vermag das ungute Gefühl ein wenig zu verdrängen. Da kommt mir wieder einmal ein Spruch von Mark Twain in den Sinn, der folgendes von sich gegeben hat: Nichts leichter, als das Rauchen zu lassen. Ich habe schon hundert Mal aufgehört....
Er muss es ja gewusst haben. Also: kein schlechtes Gewissen, Kopf hoch und noch einmal versuchen.




13. Dezember 2019

Die grüne Revolution in Bern ist ausgeblieben. Und wenn schon. An der Schweizer Politik wird sich - mit oder ohne grüne Bundesrätin - wenig ändern. Für mich und viele andere ist es indes nur eine Frage der Zeit, bis Grün im Bundesrat Einzug hält. Und wenn schon. Dass mit dem Einzug eines Grünen oder einer Grünen das Klima in der Schweiz mit einem Schlage verbessert werden wird, bezweifle nicht nur ich. So oder so: für mich steht vor "grün" die Fairness. Die Fairness gegenüber den Kolleginnen und Kollegen im Parlament; die Fairness gegenüber dem Bundesrat und nicht zuletzt - die Fairness gebenüber dem wählenden Volk.

Der CVP-Parteipräsident möchte der Partei einen neuen "touch", einen neuen Anstrich geben: das "C" im Pateinamen soll verschwinden. Er hofft damit bei den Jungen, welchen das "C" nicht mehr viel oder nichts mehr bedeutet, auf mehr Interesse zu stossen; er möchte sie ins Boot holen und auf diese Weise den Dauer-Niedergang der Partei bremsen. Ob dies eine gute Idee ist, weiss ich nicht. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass die Beerdigung des "C" in den katholischen Stammlanden auf wenig Gegenliebe stossen wird. Abwarten. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.

3. Oktober 2019

Immer wieder zaubern gescheite Sätze und wohlgewählte Worte ein Lächeln auf meine Lippen - egal, ob man mit dem Inhalt einverstanden ist oder eben nicht... So habe ich mich heute über ein Zitat in der NZZ gefreut, mit dessen Inhalt man ja nicht einverstanden sein muss. Die Worte stammen von einem bekannten deutschen Künstler, der nach jahrelanger Absenz wieder in einer deutschen "late night show" auftritt. Das Zitat lautet: "Optimismus ist ein Zeichen mangelnder Information"..... Pessimismus wäre dann wohl ein Hinweis auf zu viel Information? Einerlei.


27. September 2019

Vielleicht haben Sie die letzte "Kassensturz"- Sendung mitverfolgt. Es ging um die Tomatenernte im südlichen Italien und die Billig-Pelati. Grauenhaft, was man da zu sehen bekam. Rechtlose, geschundene Migranten, vorwiegend aus nördlichen Ländern Afrikas, illegal eingewandert, werden von den Feldbesitzern und deren Vasallen schlimmer gehalten als die meisten Tiere. Härteste Arbeit zu einem Gehalt, das die Bezeichnung "Belohnung" nicht verdient. "Unterkünfte", die jeder Beschreibung spotten. Von den nicht vorhandenen, primitivsten hygienischen Einrichtungen nicht zu reden. Und dies alles geschieht im entwickelten, freien Europa, ein paar Hundert Kilometer von uns entfernt. Und niemand, niemand nimmt sich dieser Ärmsten der Armen an. Die Politiker und die zuständige Behörde - wer ist dies überhaupt - haben Wichtigeres zu tun, als sich um Menschen zu kümmern, die wie rechtlose Sklaven misshandelt werden. Einfach himmelschreiend. Unnötig zu erwähnen, dass es derartige Misshandlungen von Arbeiter-Sklaven in anderen Ländern, wie zB. Spanien, auch gibt.



Was können wir hier in unserem Lande für die afrikanischen Sklaven tun? Vermutlich nicht viel. Sicher aber ist es falsch, im Laden Pelati zu kaufen, die für weniger als einen Franken angeboten werden. Und ob die Grossverteiler sich durchringen können, ein Label zu schaffen, welches die Produzenten verpflichtet, den Umgang mit den Erntemitarbeitern so zu gestalten, dass man von einer humanen Behandlung reden kann.

26. August 2019

Zwar ist das Schwingfest (ESAF) 2019 bereits Geschichte und Schnee von gestern. Dennoch erlaube ich mir, die eine oder andere Überlegung anzustellen. Ich frage mich zum Beispiel, ob die Innerschweizer nach dem 6. Gang einen "Schlachtplan" ausgeheckt hatten, dessen Zweck darin bestand, Armon Orlik aus dem Rennen um den Schlussgang zu nehmen. Anders kann ich mir die extrem passive Einstellung von Schurtenberger Sven nicht erklären. Nach dem geschafften Gestellten hat Joël Wicki seinem Verbandskollegen zwar gratuliert - halbherzig wie mir schien. Denn: erst durch diesen gestellten Gang wurde Stucki Christian die Teilnahme am Schlussgang möglich....Und meiner Ansicht nach hätte Schwinger Wicki im Schlussgang gegen einen Orlik bessere Chancen gehabt als gegen Stucki. Falls die Taktik so ausgelegt war, wie ich es hier schildere, hat Schurtenberger seinem Verbandskollegen einen Bärendienst erwiesen... Ob meine gewagte These mit der Wirklichkeit übereinstimmt, weiss ich nicht. Wir werden es wohl nie erfahren.



8. Juli 2019

Es ist für jene, die mich kennen, nicht ganz neu, dass mir Religion und Konfession nicht ganz gleichgültig sind. Dass mir die Austritte aus den christlichen Kirchen zu denken geben, verheimliche ich nicht. Dass jeder Austritt aus unseren traditionellen Kirchen mit der Stärkung uns bisher eher fremder Religionsgemeinschaften einhergeht, berührt wohl die wenigsten der Ausgetgretenen. Mathematiker und andere gescheite Köpfe sind dank Wahrscheinlichkeits-Berechnungen imstande vorauszusagen, wann der chritlische Glaube in unserem Land durch Religionen, die bei uns nie eine Rolle gespielt hatten, verdrängt wird und diese das Zepter übernehmen. Vorausgesetzt, die Begleitumstände bleiben gleich. Es wäre ja möglich, dass irgendwann ein Umdenken stattfindet. Anderfalls müssen sich unsere Ur-Enkel damit befassen, welches Symbol sie anstelle des Kreuzes in die rote Schweizer-Flagge einbauen müssen...





11. Juni 2019

Die "Stadtbachsanierung" kommt uns Bischofszeller viel teurer zu stehen, als dies geplant war. Das ruft bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein eher schales Gefühl hervor. Sicher gibt es gute Gründe für diese doch bemerkenswerte Kostenüberschreitung. Mir sind diese nicht bekannt, weil ich mich nicht informiert habe. Aus diesem einfachen Grunde halte ich mich mit unsachlicher Kritik zurück und trage die die Bürde mit Würde mit - wie viele andere Bischofszeller auch.



13. Mai 2019

In einem besorgten Leserbrief äussert sich der Vater eines Erstkommunikanten zum Termin des Städtlilaufes: in diesem Jahr wurde der sportliche Wettkampf ausgerechnet am Weissen Sonntag ausgetragen (28.4.19). Ich nehme einmal an, dass eines seiner Kinder ob der Terminkollision nicht am Lauf teilnehmen konnte, weil die Familie am religiösen Fest nicht fehlen wollte. Ich teile die Besorgnis des Vaters. Indes: die religiösen Feste, gleich welcher Konfession, nehmen von Jahr zu Jahr an Bedeutung ab. Dafür nimmt der Wert der weltlichen Veranstaltungen stetig zu. Einen Trend, den einzelne vielleicht bekämpfen, nicht aber aufhalten können. Ich nehme an, dass der letzte Sonntag im April für die sportliche Veranstaltung in unserer Gemeinde reserviert ist. Daran gibt es eher nichts zu rütteln. Wäre es vielleicht möglich gewesen, den Start etwas später anzusetzen, um den startwilligen Erstkommunikanten entgegen zu kommen? Vermutlich hat niemand aus der Organisation an diesen Konflikt gedacht. Schade. Im Übrigen danke ich dem Schreiber des Leserbriefes für seinen Mut. In der heutigen Zeit wagt es kaum einer, sich für religiöse Belange einzusetzen. Kirchenaustritte liegen mehr im Trend als Geständnisse zur Kirchentreue.





A propos Kirchenaustritt: ich kenne mehrere solcher Menschen, die den religiösen Ballast abgeworfen haben und den Schritt mit den bekannten Skandalen in der Kirche rechtfertigen. An dieser Aussage ist nichts zu bemängeln. Nur sei die Frage erlaubt, ob denn die Kirche im Verlaufe der Jahrhunderte nur Böses und Schlechtes getan habe. Ein Blick in die Kirchengeschichte oder auch in die Geschichtsbücher würde sich lohnen. Allerdings ist ein solches Vorhaben mit Aufwand und Arbeit verbunden.

Eine Frage noch: wer ist es, der in den vielen Diktaturen dieser Welt den Kampf um die Gerechtigkeit aufgenommen hat? Wie viele Christen sind hüben und drüben für ihre Überzeugung gestorben? Welche andere Religion setzt sich so kompromisslos für die Nächstenliebe ein? Oder ist Ihnen vielleicht ein christlicher Hassprediger bekannt? Oder eine christliche Terroristengruppe, welche Tod und Verderben nicht nur predigt, sondern dem Aufruf Taten folgen lässt? Dass Theorie und Praxis so stark voneinander abweichen, liegt doch nicht an der Kirche, sondern an uns Menschen.

11. April 2019

Haben Sie das gewusst??

Mit der Aufgabe der Praxistätigkeit wird ein Arzt in unserem Kanton buchstäblich entmündigt. Von einem Tag auf den anderen werden ihm Tätigkeiten verboten, die er während 40 oder mehr Jahren ausüben durfte, ohne dass ihn jemand kontrolliert hätte. Mir und den anderen Kollegen in Pension ist es zB. nicht mehr erlaubt, Rezepte für mich oder meine Angehörigen auszustellen. Ich muss mich zwingend an einen Praktiker wenden, der mir dann die notwendigen Medikamente verschreibt. Der Kanton Zürich, immer noch Vorbild für manche unserer feinen Politiker, hat diese Verordnung abgesegnet, ohne dass die betroffenen Ärzte angehört worden wären. Für mich stellt diese Regelung eine bösartige Verachtung der bisher geleisteten Dienste und eine üble Machenschaft unserer so integren und intelligenten Politikerinnen und Politiker dar.

Diese strikte Praxis gilt im Übrigen nicht in allen Kantonen: wie mir ein Jurist der FMH auf Anfrage zugesichert hat, besteht diese konfuse Regelung im Kanton Bern zB. nicht. Auch in der Westschweiz und in anderen Kantonen gilt dieses kopflose Verbot nicht. Für einmal ein deutliches Verstandgefälle von Ost nach West. Vermutlich nicht das einzige...

Im Übrigen ist es mir erlaubt, für eine nicht genau bestimmte Dauer Praxisvertretungen zu leisten. Und während dieser Arbeit schaut mir niemand auf die Finger. Das heisst: ich darf Medikamente wie zu meiner Zeit als Arzt in Bischofszell verschreiben und Rezepte ausstellen.... Wenn dies kein Widerspruch ist. Wer weiss: vielleicht darf ich nach diesen Äusserungen auch keine Praxisvertretungen mehr annehmen. Als Nächstes könnte mir vielleicht der Doktortitel, auf den ich allerdings nicht zu grossen Wert lege, aberkannt werden (geht vermutlich nicht....).

Im Kanton Zürich haben in der Zwischenzeit Ärzte in Pension einen Verein gegründet, der gegen die erwähnte Verordnung ankämpfen möchte. Es wäre für uns von grossem Nutzen, wenn alle Damen und Herren, welche in den grossen Räten der Kantone sitzen, sich vielleicht leise daran erinnern würden, dass sie auch schon froh um uns waren. Und in der Politik mischen ja auch ältere Menschen mit, denen man nicht einfach so die Urteilsfähigkeit abspricht. Ich werde den Gedanken nicht los: mit uns Ärzten in Pension springen die Politverantwortlichen um wie mit lästigen Fliegen...





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