Sport - Website und Blog von Dr. med. Alois Giger, Bischofszell

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Sport

28. Oktober 2019

Immer wieder werde ich von Kollegen, die mich besser kennen, wegen meiner Äusserungen zu den Herren Petkovic und Seferovic gehänselt und hochgenommen. Für mich kein Problem. Und jenen Fussballfreunden, die meine Zeilen ab und zu lesen, ist mitlerweile klar geworden, wie wenig ich von den erwähnten Fussball-Protagonisten halte. Damit stehe ich nicht ganz alleine in der Landschaft.

Nach den neuesten Eskapaden unseres Arsenal-London-Legionärs, Granit Xhaka, stelle ich mir 3 Fragen:

1. Wie lange wird GX noch Captain bei Arsenal sein?
2. Wie lange wird GX noch bei Arsenal unter Vertrag stehen?
3. Wie lange wird GX noch in England Fussball spielen.



Insider wissen, dass sich unser Nationalspieler an diesem Wochenende bei seiner Auswechslung in der 2. Halbzeit mit den Fans angelegt hat - nicht zum ersten, vielleicht aber zum letzten Mal. In der englischen Presse war man sich einig, dass die Art und Weise, wie sich der Schweizer seiner Captainbinde entledigt und wie er die pfeifenden Zuschauer provoziert hat, eines Spielführers unwürdig sind. Für mich steht jetzt und heute fest, dass die Tage des albanischstämmigen Spielers bei Arsenal - und vielleicht auch in England, gezählt sind.

Der FC St. Gallen verblüfft weiter. Wer hätte das nach den ersten 3 Runden gedacht? Nur Skeptiker weisen darauf hin, dass die Ostschweizer schon ab und zu eine gute Vorrunden gespielt und dann in der Rückrunde kaum noch einen Fuss vor den anderen gebracht hätten. Freuen wir uns an den guten Leistungen des jungen Teams, auch wenn es nicht durchhalten sollte.

Die Schweizer Fussball-Söldner im Ausland essen weiterhin hartes Brot und dieses zumeist auf dem Reservistenbänklein. Eine Ausnahme sind die Profis Sommer, Zakaria, Elvedi - und mit Abstrichen - Embolo bei Gladbach. Zufrieden dürfen auch die beiden Schweizer Torhüter Bürki und Hitz bei Dortmund sein, was man vom hochüberschätzten Akanji nicht behaupten kann. Am Wochenende kam er erst nach 80 Minuten aufs Feld. Die 3 Schweizer bei Wolfsburg (Memedi, Steffen und Mvabu) sind entweder verletzt oder überzählig. Auch bei den anderen Clubs fallen unsere Cracks eher ab als auf.
Und über Shaqiri zu schreiben, ist reine Zeitverschwendung. Vielleicht findet er einen Club, der zu seinem Können passt.

6. Oktober 2019

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Wüstenstaat DOHA gehören der Vergangenheit an. Allerorten zieht man Bilanz. So auch in der Schweiz. Positiv in Erscheinung getreten sind bekanntlich Mujinga Kambundji, Lea Sprunger und die 4x100m-Staffel der Frauen. Ihr Soll erfüllt Haben Géraldine Ruckstuhl im Frauen-7-Kampf, Nicole Büchler im Stabsprung und Jason Joseph über 110 m Hürden. Weniger gut lief es erwartungsgemäss der Frauen-Staffel über 4 x 400m. Negativ aufgefallen sind Selina Büchel über 800 m und Kariem Hussein über 400 m Hürden. Was man über Sprinter und "Grossmaul" Alex Wilson schreiben soll, weiss ich nicht. Über die 100 m war er einer der schlechtesten. Und warum er nicht über 200 angetreten ist, wo er für sich bescheidenereweise eine Medaille beanspruchte, weiss ich nicht. War er wirklich verletzt? Den Vogel abgeschossen hat ohne Zweifel der Langstreckler Julien Wanders, der über die 5000 m meilenweit hinter seinem Rekord zurückblieb und als einer der Letzten ins Ziel trabte. Es kam noch besser: über 10000 m, seiner Paradestrecke, ging er knapp vor Rennhälfte aus dem Rennen, abgeschlagen schon, aber ohne ersichtlichen Grund...Der Berufsläufer aus der Westschweiz, der in Afrika mit den Einheimischen trainiert, muss als Trainingsweltmeister und Meisterschaftsversager abgestempelt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Lehren aus den Meisterschaften ziehen und bei der Qualifikation auf die Leistungen und nicht auf die Namen schauen.



3. Oktober 2019

Als begeisterter Leichtathletik Zuschauer sitze ich in diesen Tagen abends vor dem Fernseher, um die Leistungen der Athletinnen und Athleten an der WM in DOHA zu bewundern. Trotz der klimatisch schwierigen Bedingungen sind die Leistungen im Schnitt besser als vor 2 Jahren in London. Es wäre falsch, hier eine Athletin oder einen Athleten zu nennen, der alle anderen Siegerinnen und Sieger überragt. Einen Usain Bolt sucht man vergebens.

Bei den Teilnehmenden aus der Schweiz überragen 2 Damen alles: Mujinga Kambundji und Lea Sprunger. Die eine hat schon geliefert; die andere steht im Final über 400 m Hürden. Es wäre ein wenig unverfroren, auch von der Hürdenläuferin eine Medaille zu erwarten. Das gesteckte Ziel hat sie erreicht. Alles andere wäre Zugabe.



Und die anderen Sportler aus unserem Lande? Eher diskret. Vor allem unsere Ostschweizer haben bitter enttäuscht: Kariem Hussein ist mit einer schlechten Zeit über 400 m zum frühest möglichen Zeitpunkt ausgeschieden. Das Gleiche muss man von Selina Büchel über 800 m sagen. Hier hätte man viel Geld sparen können, wären sie zuhause geblieben. Und der Imageschaden wäre wohl kleiner gewesen.

Soll man überhaupt noch Worte zum "Theater" Petkovic/Shaqiri verlieren? Es lohnt sich wohl kaum für jemand. Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben.

Im Übrigen tun sich unsere Fussballer im Ausland nach wie vor schwer: kaum einer der Nati-Spieler fällt positiv auf. Sogar unsere Torhüter müssen den Ball häufiger aus dem Netz holen als ihnen lieb ist. Und ausgerechnet jetzt, da viele unserer vermeintlichen Leistungsträger in einem sportlichen Tief stecken, stehen wichtige Spiele an. Hoffen und Beten waren noch nie falsch.....

Lucien Favre, der aktuelle Trainer von Borussia Dortmund, macht schwere Zeiten durch: die Leistungen seiner Mannschaft lassen zu wünschen übrig. Die Ziele der Clubbosse sind hoch, zu hoch gesteckt: auch am Ende dieser Spielzeit wird der Deutsche Meister Bayern München heissen. Für diese Prognose gehe ich Wetten ein. Ich frage mich nur, wie lange der Romand noch Trainer bei den Borussen sein wird. Nicht mehr allzu lange. Auch wenn die Bayern nicht in jedem Spiel eine Gala wie gegen die Tottenham Hotspurs (2:7) auf den Rasen zaubern: sie sind und bleiben - mit Abstand - die beste Mannschaft unserer nördlichen Nachbarn. Punkt.



27. September 2019

Und wieder hat es für unseren Thurgauer Radprofi, Stefan Küng, an der WM im Zeitfahren nicht zu einem vorderen Platz gereicht. Der 10. Platz ist sicher weniger, als sich der Radprofi erhofft hatte. Und diese Rangierung kam nur dadurch zustande, dass eine Handvoll Spezialisten, alle stärker als Küng, gar nicht erst gestartet sind. Wie nicht nur die Sportreadktion der Zürcher Zeitung zu wissen glaubt, wird der Radfahrer masslos überschätzt. Der "Blick" lässt grüssen. Wir müssen geduldig weiter auf einen Cancellara warten. Bis jetzt ist keiner in Sicht. Da gibt es junge Profis aus anderen Ländern, die unseren Vertretern buchstäblich um die Ohren fahren. Tröstlich, dass wir zumindest im Schwingen die Besten sind....

Eben haben die Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha begonnen. Der Auftakt war für die Schweiz (erwartet) ernüchternd. Selina Büchel ist auf den letzten 100 m im 800m-Vorlauf buchstäblich
"eingegangen". Kein Wunder, wenn man auf ihre bisherige magere Saison zurückblickt. Der Trainerwechsel hat in diesem Falle gar nichts gebracht. Alex Wilson, um eine mehr oder weniger plausible Erklärung nie verlegen, wurde in seinem Vorlauf über 100 m Letzter in einer sehr, sehr bescheidenen Zeit. Seine Erklärung: "ich war nicht motoviert". Warum, um Himmels willen, startet er dann an der WM in dieser Disziplin?? Sein Ziel sind die 200 m. Dort möchte er eine Medaille holen. Wer möchte das nicht? Ich wäre überrascht, wenn er es bis in den Final schaffen würde.
Schliesslich musste auch der Profiläufer, Julien Wanders, im Vorlauf über 5000 m "unten durch". Ich verzichte darauf, seinen Rang und seine Zeit hier zu dokumentieren.




Im Übrigen sehe ich keine Athletin und keinen Athleten aus der Schweiz in den Medaillenrängen. Die Trauben hängen zu hoch. Das höchste aller Gefühle wäre ein Finalplatz in irgend einer Disziplin.

Wer etwas auf sich hält, unterstützt die Protestierenden gegen den CO2-Ausstoss. In Doha spielt dieser Faktor offensichtlich keine Rolle. Dort geIten andere Gesetze. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Herabkühlen des Stadions auf 28, bzw. 24 Grad für die Athleten CO2-neutral erfolgt. Draussen herrschen immerhin Temperaturen um die 45 Grad. Aber eben: wenn 2 das Gleiche tun, ist es nicht das Selbe.




Unseren beiden "Adler"-Fussballern mit kosovarischen Wurzeln geht es zur Zeit nicht besonders gut in England: Xerdan Shaqiri kommt bei Liverpool nach wie vor nicht zum Zug. Dies wird auch so bleiben. Ein Clubwechsel wäre wohl die einzige Lösung. Liverpool ist für den kleinen Shaqiri schlicht eine Nummer zu gross.

Nich viel besser ergeht es Granit Xhaka bei Arsenal: in der letzten Partie wurde er vom Trainer nach 75 Minuten vom Feld genommen und viele Fans klatschten Beifall - für den Trainer. Sein Captain-Amt steht zur Diskussion. Fürs Erste darf der Mittelfeld-Stratege die Armbinde noch tragen. Wie lange noch?

Auch den anderen Profis, die im Ausland ihr Geld verdienen, ergeht es mehr schlecht als recht. Viele kommen nur zu Teileinsätzen, "glänzen" durch schwere Fehler oder hüten die Ersatzbank. Wie soll da eine starke Nationalmannschaft geformt werden? Wissen Sie es?

Was der FC Zürich gegen den FC Basel geboten hat, war sehr, sehr bescheiden. Der Reporter hat die Leistung gar als "desolat" bezeichnet. Und der Trainer wird wohl bald nicht mehr der gleiche sein.
Indes: auch ein neuer Trainer kann mit diesem bescheidenen Kader nicht viel anfangen. Ich habe keinen einzige Spieler gesehen, den ich mir in "meiner" Mannschaft gewünschte hätte....



15. September 2019

Slowenien steigt zur grossen Radsportnation auf. Nicht nur stellen sie den Sieger der "Vuelta", der Spanienrundfahrt; auch der dritte Platz geht an ein 20-jähriges Talent aus dem gleichen Land. Und wo bleiben die Schweizer? In den "epo-chalen" 90-er Jahren gab es einmal einen Dreifach-Sieg durch die Herren Zülle, Dufaux und Rominger (1996). Ja, das waren noch Zeiten....... Vom Epo rede ich nicht.


Slowenen dominieren die Spanien-Rundfahrt ("Vuelta")


Keine Worte mehr zum Theater um unsere Nati. Es wurde genug geschrieben.

Wollen Sie mit mir eine Wette abschliessen? Ich wette, dass der Trainer des FC St. Gallen einer der nächsten ist, der aus der Super-League verabschiedet wird. Dass der Kader des FC St. Gallen mit Spitzenspielern eher nicht gesegnet ist, wissen wir alle. Dennoch: sich vom unterklassigen Winterthur aus dem Cup werfen zu lassen, ist dicke Post. Zu dicke für den Trainer?? Wir werden sehen. Auch die Spielleiter des FC Lugano und des FC Luzern sitzen nicht mehr so sicher im Schleudersitz.

Lucien Favre, der Schweizer Trainer von Borussia Dortmund - auch er war in die Kritik geraten nach der Niederlage gegen den Aufsteiger Union Berlin - kann im Moment nach dem klaren Sieg gegen Leverkusen zunächst aufatmen. Zunächst. Er sitzt aber nicht mehr so sicher im Sattel wie auch schon. Was glauben Sie? Übersteht er die ganze Saison?? Auch wenn sie gestern in einem guten Spiel einen Punkt abgegeben haben, bleiben für mich die Bayern aus München die Favoriten für die Meisterschaft.

7. September 2019

Wissen Sie vielleicht, warum der Fussballer Shakiri - im Moment? - nicht mehr für die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft auflaufen will? Gerüchte machen die Runde. Meiner Ansicht nach - Beweise habe ich dafür keine - spielt das stark getrübte Verhältnis Petkovic-Shaqiri die Hauptrolle. Dass unser Noch-Trainer, dessen anfänglich gute Statistik immer mehr Schaden erleidet, im Umgang mit nicht ganz einfachen Spielern gravierende Mängel an den Tag legt, ist so neu nicht. Dazu kommt, dass die frische Führung des Schweizerischen Fussballverbandes mit einem wohl überforderten Präsidenten Tami gute Miene (oder überhaupt keine) zum bösen Spiel macht. Und die Umstände um die Nicht-Mehr-Berücksichtigung von Lichtsteiner, werfen zusätzlich ein schlechtes Licht auf den meiner Ansicht nach menschlich unbrauchbaren Trainer. Wie lange dieser noch an der Seitenlinie steht, weiss ich nicht. Ich vermute einmal, nicht mehr lange.



Die aktuelle Nationalmannschaft stellt im besten Falle europäisches Mittelmass dar. Wohlwollend beurteilt. Das erstaunt jene nicht, welche den Wirkungskreis unserer Spieler im Ausland etwas verfolgen. Keiner unserer Spitzenfussballer spielt in seinem ausländischen Club eine entscheidende Rolle. Mehrere sitzen sogar fast nur auf der Bank. Als Beispiel mag der unglücklich agierende Kevin Mbabu dienen, der bei seinem neuen Club Wolfsburg noch keine Minute gespielt hat. Und, dass Shaqiri bei seinem Verein Liverpool erst 5 Minuten mitmachen durfte, ist den Beobachtern bekannt. Gross angekündigte Talente wie Embolo und Akanji stagnieren oder werden immer schwächer. Vor allem die miserable Leistung von Embolo muss zu denken geben. Denn, wie dieser fast alle Bälle, die ihm zusgespielt wurden, verstolperte, war alles andere als eine Augenweide. Man könnte noch mehrere der Teammitglieder mit böser Kritik belegen. Ich lasse es dabei und erwähne nur Fabian Schär, der wohl als einziger eine international bemerkenswerte Performance aufs Feld gebracht hatte.

Bald wird sich zeigen, wie unsere Elf mit dem Zwerg Gibraltar umgeht. Ich wäre überrascht, würden die gehätschelten Sportler eine halbwegs gute Leistung zeigen.


31. August 2019

In früheren Jahren war ich sicher ein Dutzend Mal am Leichtathletik-Meeting Zürich (Weltklasse Zürich) zu Gast. Heute verfolge ich die Wettkämpfe am Bildschirm. Zwar gab es auch in diesem Jahr die eine oder andere Höchstleistung. Ich erwähne die 400 m Hürden der Männer, den Weitsprung der Männer und die 200 m der Frauen. Hier erzielten die Ersten grossartige Werte.

Dass die Athletinnen und Athleten aus der Schweiz einmal mehr nichts zu bestellen hatten, war zu befürchten. Trainingsweltmeister geniessen wenig Sympathien, wenn sie dann im Wettkampf versagen. Ich frage mich, was ein Athlet, ehemaliger Europameister über 400 m Hürden, an der WM in Doha im Oktober 19 zu suchen hat, wenn er auf den Sieger über 3 Sekunden verliert. Das sind Welten. Und wenn ein zu Unrecht hochgelobter Schweizr Langstreckenläufer abgeschlagen als Letzter ins Ziel trottet, fragt sich manch einer, ob die Einstellung dieses Vollprofi-Läufers stimmt. Mujinga Kambundji war die einzige Athletin, die einigermassen befriedigen konnte. Der Rest ist Schweigen.

Der Zeitpunkt für das Meeting war - im Gegensatz zu den Aussagen des Co-Präsidenten vor dem Meeting - äusserst ungünstig. Warum? Weil sich die Sportler in diesem Jahr voll und ganz auf die WM im Herbst konzentrieren. Sie wollen nicht jetzt in Hochform sein, sondern in ein paar Wochen. Zudem wird an solchen Wettkämpfen mit verdeckten Karten gespielt. Keine und keiner will seinen Trumpf vorzeitig ausspielen.  




26. August 2019

Unser grosser Trumpf am Eidgenössichen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) hat nicht ganz gestochen: Samuel Giger erwischte den vielleicht schlechtesten Tag in seiner bisher so erfolgreichen Karriere. Zwei Jahre lang hatte er keinen einzigen Gang verloren. Und nun am ersten Tag der eidgenössischen Ausmarchung wurde er gleich 2 x auf den Rücken gelegt; von Gegnern notabene, die er normalerweise nicht zu fürchten hat. Natürlich suchen alle, die sich mit dem Schwingsport befassen, nach einer Erklärung. Einfach wird die Suche nach den Gründen nicht sein. Ich enthalte mich einer Einschätzung, möchte aber zu Bedenken geben, dass er vielleicht am hohen Druck, der bleischwer auf ihm lastete, gescheitert ist. Pirmin Reichmuth, für mich der Hauptfavorit, musste auch ein wenig unten durch, auch wenn er nur gegen den nachmaligen Sieger im Anschwingen verloren hatte. Er selber hat von sich gesagt, dass er wohl am Druck, den er selber aufgebaut hatte, gescheitert sei. Am zweiten Wettkampftag hat er denn auch gezeigt, wozu er fähig gewesen wäre.



Im Übrigen war für mich Joël Wicki aus Sörenberg der stärkste Schwinger, auch wenn er im Schlussgang klein beigeben musste. Es war eine Augenweise zuzusehen, wie er seine Gegner innert kürzester Zeit reihenweise ins Sägemehl gebettet hat. Grossartig! Und dabei ist er nur 182 cm gross...

Vor dem grossen Fest wurden überall 4 Hauptfavoriten aufgeführt: Samuel Giger, Armon Orlik, Primin Reichmuth und Joël Wicki. Dem nachmaligen Sieger wurden höchstens Aussenseiterchancen eingeräumt. Erstens kommt es anders.....Alle haben sie sich vorne eingereiht. Dazwischen gemischt hat sich überraschenderweise der Nidwaldner Marcel Mathis. Armon Orlik hat seine grossen Chancen auf den Schlussgang beim Gestellten gegen Schurtenberger Sven vergeben, der sich bei seinem unsympathischen Sieg über Daniel Bösch in der Ostschweiz keine neuen Freunde geschaffen hat.

Übrigens: haben Sie gewusst, dass einmal ein Thurgauer Schwinger zum Schlussgang antreten durfte? Richtig: Otto Brändli aus Bommen. Er verlor den Schlussgang 1958 leider gegen den damals fast unbesiegbaren Max Widmer aus Oftringen.

7. August 2019

Endlich wieder internationaler Fussball, wird der Eine oder Andere aufatmend bemerken. Ich gehöre auch zu jenen, die vor allem internationale Begegnungen schätzen. Vom Schweizer Fussball bin ich nicht so angetan, was die Leser in der Zwischenzeit feststellen mussten. Das Spiel um den sogenannten Supercup zwischen Bayern München und Borussia Dortmund war vor allem spannend. Von der Qualität her hat man schon bessere Spiele gesehen. Auch wenn die Münchner mehr Ballbesitz hatten - ca. 65% - wurden sie von den konterstarken Borussen mit den Schweizern Hitz (Torhüter) und Akanji geschlagen. So weit so gut. Eine Szene in der 2. Halbzeit wird den meisten wohl am längsten in Erinnerung bleiben: der gemeingefährliche Tritt des frustrierten Münchners Joshua Kimmich gegen den Borussen Jadon Sancho, dem jungen Engländer, der für Dortmund das zweite Tor geschossen hatte. Ein Glück, dass die Schuhstollen den Sprunggelenksbereich nicht schwerer verletzt haben. Was am meisten zu reden gab: die sehr dümmliche Äusserung des jungen Spielers aus München, er hätte dieses dunkelrote Foul nicht mit Absicht begangen! Dabei konnte jeder Zuschauer mitverfolgen, wie der Münchner Verteidiger bei einem Spielunterbruch auf dem ausserhalb des Spielfeldes auf dem Boden liegenden Stürmer losgegangen ist.... Die Äusserung des foulenden Spielers ist eine Beleidigung für alle Zuschauer, welche diese brutale Szene miterleben mussten. Ganz offensichtlich hält sich die Intelligenz dieses Spielers in engen Grenzen und sein Charakter ist mit Sicherheit nicht so edel wie sein fussballerisches Können. Dummheit vor Charakter - keine Seltenheit, nicht nur im Fussball.




Im Übrigen wurde der Videoschiedsrichter (VAR), welcher die Szene analysiert hatte, von den Fachleuten nicht zum ersten Mal hart kritisiert. Alle Kenner und Könner waren sich einig: ein Foul aus der untersten Schublade, das zwingend mit Rot hätte bestraft werden müssen..... War der Verantwortliche hinter dem Studio-Bildschirm vielleicht ein Münchner Fan?



1. August 2019

Nach dem Brünig-Schwinget, an welchem die Ostschweizer traditionellerweise nicht teilnehmen, bleibt der Kreis der Favoriten auf den Königstitel gleich. Pirmin Reichmuth hat den Bernern den Meister gezeigt. Dass er im Schlussgang in Anbetracht seines Vorsprunges gegen Joël Wicki nicht mehr alles riskierte, ist nur zu verständlich. Mit Ausnahme von Matthias Aeschbacher mussten die Berner schwer unten durch... Eine Formbaisse? Taktik vor dem grossen Spektakel? Wer weiss das schon? Zug wird die Antwort geben. Auf alle Fälle haben die Innerschweizer den Rückstand auf die Berner wettgemacht. Sie haben sie sogar überholt, wenn man nur den Brünig berücktsichtigt.



Pirmin Reichmuth nach einem gewonnenen Gang

Und unsere Ostschweizer? Nicht nur ich bin gespannt, was sie auf der Schwägalp zu bieten haben. Der Sieger wird ohne Zweifel zu den grossen Favoriten in Zug gehören...

Die Schweizer Spitzenathleten kämpfen nach wie vor um ihre Form. Bisher haben sich die vielen Trainerwechsel nicht gelohnt. Eine Besserung zeichnet sich nicht ab. Ob die hochgesteckten Ziele
ausgerechnet an den Weltmeisterschaften vom 27.9. - 6.10.19 in Doha (Katar) erreicht werden, bleibe dahingestellt.

Dafür bereitet uns der Nachwuchs grosse Freude: mehrere junge Athletinnen und Athleten haben an den Europameisterschaften Medaillen erkämpft. Bleibt zu hoffen, dass die grossen Talente im Verlaufe der nächsten Jahre nicht in der Versenkung verschwinden.



Delia Sclabas mit Silber über 800 m - und unzufrieden

22. Juli 2019

Erst kürzlich habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der sich in der Schwingerszene bestens auskennt und bei jedem "Eidgenössischen" dank Beziehungen dabei sein darf.
Auf meine Frage, wer denn sein Favorit sei, antwortete er ohne Zögern: Armon Orlik. Sicher kein wahnsinnig origineller oder geheimer Tip. Ich hakte nach und wollte wissen, warum er nicht auf "unseren" Samuel Giger setze. Seine Antwort war einfach und klar zugleich: Orlik sei der bessere Schwinger. Punkt. Warum? Der Mann aus Ottoberg lebe zu sehr vom "Kurz". Und wenn dieser Zug nicht gelänge, stünden die Chancen für den 21-jährigen Athleten aus dem Thurgau nicht besonders gut. Wo der Experte recht hat, hat er recht. Nur: da gibt es natürlich nicht nur diesen bekannten Schwung. Und je nachdem, wie der Wettkampf verläuft, wird die Taktik umgestellt. Ich selber wäre nicht überrascht, wenn einer der starken Berner den Sieg davon trüge. Ich gehe davon aus, dass alle Kollegen des Berner Verbandes sofort defensiv schwingen würden, falls einer der ihren das Klassement anführen würde. Hauptaufgabe: gegen die gefährlichen Gegner aus der Ost- und Innerschweiz einen gestellten Gang anstreben, um den Konkurrenten aus der Entscheidung zu drängen. Nur: auch die anderen Verbände kennen diese taktische Massnahme. Und wenn zum Schluss alle gegen die Berner schwingen, sieht es wieder ganz anders aus.

Mein Tip: vielleicht setze ich nicht mehr so sehr auf Pirmin Reichmuth, wie ich dies schon getan hatte. Ich halte Joël Wicki für einen "verdächtigen" Kandidaten. Der OLMA-Direktor und CVP-Nationalrat, den ich aus seiner Bischofszeller Jugend kenne, möge mir diese Bewertung verzeihen. Er ist ein absoluter Fan von Sämi Giger...

Im Übrigen halten nicht wenige Schwingerfreunde viel von Samuel Giger und seinem integren Charakter. Wie ich aus sehr zuverlässiger Quelle weiss, hat er einen hochdotierten Sponsoring-Vertrag mit einer Käsefirma abgelehnt..... Was sagt man dazu? Am besten gar nichts.

8. Juli 2019

Je näher das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest von Ende August 19 rückt, desto umfangreicher gestaltet sich das Feld der Favoriten. Aus einem allseits bekannten Trio, ist nun zumindest ein Quintett geworden. Die Ihnen bekannten Grössen: Orlik, Giger, Wicki, Reichmuth und Alpiger werden sicher eine entscheidenden Rolle spielen. Dazu kommt der einer oder andere Berner und vielleicht ein Schwinger, den man nicht auf der Favoritenliste führt. Müsste ich heute einen eindeutigen Favoriten nennen, käme ich ihns Straucheln... Wohl hat Armon Orlik heuer noch keinen Gang verloren; er weist aber einige Gestellte auf. Bei unserem Sämi Giger weiss ich nicht so recht, wo er steht. Die lange Wettkamfpause war eher nicht förderlich. Joël Wicki ist imstande, jeden Gegner ins Sägememehl zu betten. Wenn er "seinen Tag" hat, wird er wohl den Titel holen. Pirmin Reichmuth ist im späten Frühling wie Phoenix aus der Asche aufgestiegen und hat die Gegner reihenweise und in überlegener Manier besiegt. Bei den letzten beiden Verbandsfesten konnte er indes nicht mehr so brillieren. Nick Alpiger war bisher wohl nur jenen bekannt, welche sich mit dem Schwingsport befassen. Sein überzeugender Sieg am Innerschweizerischen gestern lässt seine Gegner ins Grübeln kommen. Und da wären noch die Berner, welche die stärkste Armada stellen, was ev. eine entscheidende Rolle spielen könnte.





Leichtahtletik

Mujinga Kambundji bekommt nun im eigenen Land Konkurrenz: Salomé Kora aus St. Gallen kommt dem Aushängeschild der Schweizer Sprinterinnen immer näher. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Bernerin an der Spitze der Sprinterinnen durch die St. Gallerin abgelöst wird? Nicht ganz unerheblich: Mujinga hat in weniger als 2 Jahren 4 Mal den Trainer gewechselt... Wenn das nur gut geht.

Den Trainer gewechselt haben im übrigen auch Selina Büchel und Kariem Hussein - mit überschaubarem Erfolg bisher.




16. Juni 2019

Handball

Trotz einer 32 : 31- Niederlage gegen Serbien in Novi Sad, fahren die Schweizer Handballer 2020 an die Europa-Meisterschaft, die in 3 Ländern ausgetragen wird. Das Spiel stand mehrmals auf Messers Schneide und als die Eidgenossen einmal mit 5 Toren in Rückstand lagen, kam manch ein Fan ins Zittern. Denn, eine Niederlage mit mehr als 5 Toren hätte das Aus bedeutet. Die erstarkten Schweizer, welche wegen einer Verletzung auf den besten Verteidiger, Röthisberger, verzichten mussten, zeigten eine bravouröse Leistung und liessen sich von den 5000 fanatischen Zuschauern in Novi Sad nicht aus der Ruhe bringen. Für unseren besten Handballer aller Zeiten, Andy Schmid, hatte der serbische Coach eine Manndeckung angeordnet. So erscheinen die 6 Tore, die unser Superstar erzielen konnte, auf den ersten Blick etwas bescheiden. Am 12.6.19 hatte unser Topskorer gegen die sehr starken Kroaten bei der heimischen 28 : 33 - Niederlage nicht weniger als 15 Tore geschossen......




Mit dem Schweizer Handball geht es aufwärts, seit Trainer Michael Suter das Zepter führt. Und, dass mittlerweile 7 Spieler im Ausland als Profis ihr Geld verdienen - einen Bruchteil eines Fussballers -,
zeigt sehr schön die Entwicklung, die ruhig weiter gehen darf. Ein grosses Lob, ein herzliches Bravo an die Spitzensportler, welche vielen "Tshüttelern" in Sachen Bescheidenheit und Demut als Beispiel dienen könnten.




16. Juni 2019

Unser Hinterthurgauer, Stefan Küng, hat das Startzeitfahren an der Tour de Suisse (TdS) gegen den amtierenden Weltmeister in dieser Disziplin, verloren. Gross die Enttäuschung beim Rennfahrer, gross bei den optimistischen Fans, weniger gross bei den Radsportfreunden, die nicht dazu neigen, eigene Fahrer zu überschätzen. Die Rundfahrt hat eben erst begonnen und damit ist noch nicht aller Tage Abend. Über den sportlichen Wert der TdS gehen die Meinungen auseinander. Warum? Einige Fahrer haben den strengen Giro d'Italia noch in den Beinen und haben den Leistungszenith überschritten; andere bereiten sich für die Tour de France vor und halten sich mit ihren Leistungen bewusst zurück; eine dritte Gruppe schliesslich setzt voll auf die Schweizer Rundfahrt. Zu dieser Gruppe gehören fast alle Schweizer, denen ein Sieg an der TdS von grösster Bedeutung ist.


Stefan Küng in seinem Element...


15. Juni 2019

Um den FC Bischofszell steht es leider nicht gut, was den Ligaerhalt betrifft. Mitentscheidend für den wohl nicht mehr zu vermeidenden Abstieg war die Niederlage gegen den FC Wängi, dessen Gründungstage ich vor mehr als 50 Jahren miterlebt habe. Natürlich verfolge ich die Ergebnisse dieser beiden Clubs; umso mehr, als das Restaurant meines Bruders, mein Elternhaus, weiterhin als Clublokal des FC Wängi waltet. Zudem lade ich jeden Leser ein, einmal die Mannschaftsaufstellung der Hinterthurgauer zu studieren: da finden sich fast ausschliesslich einheimische Spieler mit uns vertrauten Namen. Ob dies gut oder schlecht ist, mag der Leser entscheiden. Und auch zu den Gründen dieses Phänomens kann ich mich nicht äussern.









11. Juni 2019

News....

In Sachen Sportnews ist der "Blick" nicht zu toppen. Sportliche und parasportliche News erfährt die Zeitung offensichtlich immer als Erste, auch wenn der Wahrheitsgehalt ab und zu etwas zu wünschen übrig lässt. Immerhin: der "Abgang" oder der "Abschuss" des Trainers Marcel Koller beim FC Basel erstaunt Insider nur wenig, pfiffen die Spatzen dieses mögliche Szenario längst von den Dächern, nicht nur in Basel. Soll man nun mit dem FC oder dem Trainer Erbarmen haben. Weder noch. Denn, ich hätte eine Lösung bereit: Herr Petkovic wäre doch die ideale Lösung für einen Club, dessen Entscheide von den Fans und Beobachtern häufig nicht verstanden werden. Ein Umfeld, in welches unser Noch-Nati-Trainer wunderbar passen würde.....




Schwingen

Mit fortlaufender Saison wird es fast schwieriger, einen eindeutigen Favoriten für das Eidgenössische Schwingfest von Ende August 2019 in Zug zu benennen. Jeder Teilverband darf sich über einen oder mehrere Titelanwärter freuen. Aus der Ostschweiz sind es die beiden "Bösen" Armon Orlik und unser Sämi Giger, sofern er denn bald wieder einsatzbereit ist. Die Zeit eilt; denn, nicht nur in Schwingerkreisen gilt die Regel, dass der Wettkampf das beste Training sei. Und, wer im Verlaufe der Saison nur wenige Kämpfe gegen stärkste Gegner ausgetragen hat, wird eher keine Chance auf den ersten Platz haben. Dass die Innerschweizer mit Joel Wicki und Pirmin Reichmuth zwei ganz heisse Eisen im Feuer haben, ist nicht nur mir bekannt. Die Zentralschweizer kennt man ein bisschen weniger, auch wenn ein Nick Alpiger sicher zu beachten sein wird. Und die Berner? Sie treten mit einer starken Armada an, welche die breite Spitze als grösste Waffe einsetzen kann. Die Herren Stucki, Wenger, Kämpf u.a.m. werden sich - je nach Tabellenstand - in den Dienst des führenden Kollegen stellen. Eher weniger zu erwarten ist von den Süd- und Westschweizern. Da wären dann noch ungenannte Schwinger, welche man eher nicht auf der Rechnung hat, die aber von einer hervorragenden Tagesform profitieren könnten.



Reichmuth Pirmin - Müllestein Mike; Stoosschwinget vom 10.6.19


10. Juni 2019

Die Freude nach dem grossartigen Sieg gegen Belgien hatte nicht lange gedauert. Die Schweizer Fussballer sind von der Realität eingeholt worden: nach einem ordentlichen Spiel gegen Portugal haben sie gegen die Engländer eine sehr, sehr magere Leistung vollbracht. Und unser Akanji musste einsehen, dass ihn Fussballer vom Format eines Ronaldo schwindelig spielen. Der Weg zur absoluten Spitze im internationalen Fussball ist für den Verteidiger von Borussia Dortmund noch weit. Gleiches gilt wohl für Shaqiri, der gegen England eines seiner schlechtesten Spiele im roten Dress (nicht jenem von Liverpool) abgeliefert hat. Kein Wunder, dass er ausgewechselt wurde; kein Wunder, dass ihn Jürgen Klopp im Club in der Rolle eines Ergänzungsspielers sieht. Und was ich von unserem Trainer halte, ist all jenen bekannt, die mit mir über Fussball diskutieren: für mich ist und bleibt er ein Trainer, dem in entscheidenden Momenten unverzeihliche Fehler unterlaufen. Ein Beispiel: der Trainer hat Drmic gegen England als Elfmeterschützen nominiert, obwohl ihm während des Spiels kein vernünftiger Pass, kein vielversprechendes Dribbling gelungen war. Ich hätte mit jedem gewettet, dass er den Penalty verschiesst...
Und unser Superstar Seferovic aus Sursee? Ausser gegen Belgien hat er noch in keinem internationalen Spiel - weder im Club, noch in der Nati - entscheidende Tore geschossen. Und wenn er von sich behauptet, er sei schon ein halber Portugiese, mag dies für ihn stimmen. Auch als ganzer Portugiese fände er im Team der Lusitaner keinen Platz.



Es wäre wohl fehl am Platz, sich über den 4. Rang am "nations" - Turnier in Portugal zu ärgern.  Andere grosse Fussballnationen wie Frankreich, Spanien oder Deutschland haben sich nicht einmal für das Finale qualifiziert.

26. Mai 2019

Nur wenige Zehntelssekunden haben der tapferen Schweizer Eishockey-NM gefehlt - und sie hätte um die Medaillen gespielt. Schade! Das Quentchen Glück hat in diesem Jahr gefehlt. Vermutlich haben die Sportler bei der letzten WM das Glück aufgebraucht. So oder so: die Mannschaft hat tolle Leistungen abgeliefert und darf trotz des Ausscheidens stolz auf ihre Auftritte sein.

Skeptiker wenden ein - so zumindest war es in der einen Sonntags-Zeitung zu lesen -, Kanada hätte nicht einmal eine C-Mannschaft ans Turnier geschickt. Gegen die besten kanadischen Spieler aus der NHL hätte keine andere Mannschaft auch nur eine kleine Chance. Vielleicht stimmt das, vielleicht auch nicht. Immerhin hat der russische Verband Eishockeyaner an diese WM geschickt, welche auch in der nordamerikanischen Liga zu den Besten gehören...Die Spornaja, die russische Mannschaft, war alles andere als ein Grümpelturnier-Team. Wer intensiv sucht, findet in jeder Suppe etwas Störendes. Und wenn sich die Kanadier zu fein sind, um das stärkstmögliche Team zu schicken, sind daran nicht anderen Mannschaften schuld. "Les absents ont toujours tort".

Die heutige Nati ist vielleicht die beste, die wir je hatten. Freuen wir uns darüber. Dass die Zukunft nicht allzu rosig gesehen werden sollte, ergibt sich aus den bescheidenen Resultaten der U-17- und U-18 - Auswahlen, die an der WM eher unten durch mussten und den Abstieg knapp vermeiden konnten. Nicht unbekannt indes ist, dass die Schweizer Profis häufig erst etwas später als die Konkurrenten aus dem Ausland zu ihrer Höchstform finden, weil viele von ihnen zusätzlich zum Sport eine Berufslehre absovieren. Nicht die schlechteste Idee. Immerhin: die Zeiten, als die Schweizer Nati gegen die Kanadier 23 : 0 verlor (WM in Prag 59) sind wohl endgültig vorbei.


21. Mai 2019

Die Schweiz gehört zu den besten 8 Nationen im Eishockey - nicht mehr und nicht weniger. An guten Tagen kann sie fast jeden Gegner schlagen; läuft es nicht ganz rund (oder ist das Eis zu stumpf..), sind uns mindestens 5 bis 6 Nationen überlegen. Das schleckt keine Geiss weg. Ich bin mir sicher, dass viele Fans der Nati zu optimistisch waren und mit einer Medaille gerechnet hatten. Heuer wird dies eher nicht geschehen. Nicht etwa, weil unsere Eisgenossen schwächer geworden wären; es liegt an den Gegnern, die in Schnelligkeit und Technik noch einmal zugelegt haben. Und wenn man bedenkt, dass fast 100 (einhundert!!) schwedische Spieler in der NHL, der stärksten Liga der Welt beschäftigt sind, versteht man die kleinen und feinen Unterschiede. Von den Russen verdienen etwa 40 Eishockeyaner ihr Geld in Nordamerika; der Rest in der starken russischen KHL. Und die Finnen und die Tschechen schicken auch um die 40 Sportler nach Amerika, ganz zu schweigen von den Kanadiern und den Amerikanern. So gesehen, schlägt sich die Schweiz mit ihrem Dutzend Spielern in der National Hockey League hervorragend.
Im Übrigen habe ich vor dem Spiel gegen die Tschechen mit einer Handvoll Kumpels bei einem Kaffee über das bevorstehende Spiel gefachsimpelt (kann man dies überhaupt so schreiben??) und dabei als einziger eine Niederlage der Schweiz prognostiziert: mein Tipp war 3:5 für die Tschechei.



20. Mai 2019

Noch ist die Schwingsaison jung. Noch müssen wir uns Schwingerfreunde bis zum Höhepunkt des Jahres, dem Eidgenössischen Schwingfest in Zug, drei Monate gedulden. Hätte man zu Beginn des Jahres nach einem Favoriten für den Festsieg gefragt, wären die Namen Orlik (beide Brüder), Giger, Bieri, Wenger oder einem anderen Berner, gefallen. Wer hätte vor Wochen an den neuen Stern am Schweizer Schwingerhimmel, Pirmin Reichmuth aus Cham, gedacht. Wohl nur wenige. In der Zwischenzeit hat sich der Hüne (nicht aus Hünenberg) mit seiner Grösse (198), seinem Gewicht (118), seiner Kraft, seiner Technik und vor allem seinen zwei Kantonalen Festsiegen zum Kronfavoriten für das Eidgenössische in seiner Heimat empor gearbeitet. Falls er sich nicht verletzt, ist er für mich der klare Hauptfavorit für den Titel eines Schwingerkönigs 2019. Wie gesagt: die Saison ist noch jung. Und der eine oder andere Anwärter auf den Titel hat die Saison nur auf das Eidgenössische ausgerichtet. Dennoch: wie der Zuger seine Gegner - mehrheitlich "Eidgenossen" - aufs Kreuz gelegt hat, zeugt schon von ausssergewöhnlicher Klasse.




Pirmin Reichmuth


10. Mai 2019

Sowohl in der Champions- wie in der Europa-League stehen sich im Final englische Mannschaften gegenüber. Und in beiden Wettbewerben gibt es unglückliche und unverdiente Verlierer: Ajax Amsterdam und Eintracht Frankfurt.



Wie ich schon vor längerer Zeit geschrieben hatte, wird auf der Insel im Moment und seit vielen Monaten der beste Clubfussball gespielt. Spanien, Deutschland und Italien müssen sich mit Brosamen begnügen. Von den anderen Ländern reden wir gar nicht. Die Schweiz zB. muss befürchten, dass sie aus den besten 20 Ländern - im Clubfussball - herausfällt. In Anbetracht der bescheidenen Kost, welche unsere Clubs der "Super league" (für einmal ist nomen nicht omen) bieten, keine Überraschung. Der Grund für diese Entwicklung ist klar: in keinem Land der Welt wird so viel Geld in den Fussball investiert, wie in England. Geld regiert die Welt: dies trifft auch auf den internationalen Fussball zu. Schade - aber wahr. Eigentlich bin ich nicht unglücklich, dass der heimische Fussball für die Scheichs und Ölmagnaten aus aller Welt kein lohnendes Ziel darstellt. Denn, wenn sie beim englichschen Club Chelsea als Beispiel, einen einheimischen "Tschütteler" suchen, werden sie keinen Erfolg haben... Und bei den Fankfurtern aus Deutschland spielt zumindest eine Handvoll Ballkünstler aus dem ehemaligen Jugoslawien. Der Beispiele gäbe es noch viele.

8. Mai 2019

Wenn Sie Barcelona-Fan sind, tragen Sie heute Trauerkleidung (gibt es diese noch?); wenn Sie die Reds aus Liverpool bevorzugen, zeigen Sie sich heute in Festkleidung (wie sieht diese denn aus?). So oder so: wir Fussballbegeisterten haben letzte Nacht wiedermal ein kleines Wunder erlebt. Zieht man beide Partien in Erwägung, hätte keine Mannschaft als Verliererin vom Platz schleichen müssen. Beide Teams waren enorm stark und fussballerisch auf der Höhe. Unser Shaqiri konnte da nicht so recht mithalten. Hatten die Spanier im Heimspiel mehr Glück, so waren es in Liverpool die Einheimischen. Schade um den Verlierer. Meiner bescheidenen Ansicht nach sind beide Teams stärker als Ajax und Tottenham, welche heute den Finalgegner unter sich ausmachen. Und wenn Liverpool im Final gleich stark spielt, muss der Trainer Jürgen Klopp nächste Saison nicht in der Schweiz arbeiten. Angeblich hatte er bei seinem Amtsantritt vor 4 Jahren bekräftigt, er würde in die Schweiz wechseln, falls er innerhalb von 4 Jahren keinen Titel mit den Reds gewänne. Das Champions-Endspiel ist vermutlich die letzte Chance in diesen 4 Jahren für einen Titelgewinn. Denn in der englischen Meisterschaft wird dem Team unter dem deutschen Trainer mindestens ein Pünktlein fehlen...In der Schweiz wäre so nebenbei die Trainerstelle in Sion neu zu besetzen - zum ziemlich genau fünfzigsten Mal in den letzten etwa 30 Jahren. Auch ein Rekord, der allerdings keinen Titel einbringt.





4. Mai 2019

Quo vadis FC St. Gallen? Schon wieder diese intellektuell gefärbte Sentenz (mit welcher der Schreibende ausdrücken will, dass er sein Latein noch nicht vergessen hat....).- Ich wäre nicht erstaunt, wenn der einzige Ostschweizer Fussballclub in der obersten Liga in der Barrage auf Lausanne träfe, der Mannschaft des in St. Gallen gefeuerten Trainers. Brisanter ginge es wohl kaum. Abwarten. Nicht immer haben die Pessimisten recht. Gut so.



Und was meinen Sie zur Polemik oder zur Strategie um die "Läuferin" Caster Semenya aus Südafrika? Klar: eine echte Frau hat gegen die testosteronüberladene Athletin keine Chance. Deshalb ist es meiner Ansicht nach richtig, wenn man versucht, die bisher chancenlosen Konkurrentinnen zu schützen. Erreicht werden soll die Chancengleichheit (?) mittels testosteronsenkender Medikamente welche der Athletin aus Südafrika zu verabreichen wären. Nur: vermutlich weiss kein Mediziner, wie dies geschehen soll. Wahrscheinlich hoffen alle Beteiligten, dass sich die unglückliche Athletin von sich aus zurückziehen wird.



28. 4. 19

Nike, der grösste Sportartikelhersteller der Welt, hat vor etwa 2 Jahren einen neuen Schuh auf den Markt gebracht: "Nike Vaporfly". Der gültige Marathonweltrekord (2:01:39) wurde von einem schwarzen Läufer erzielt, der mit diesem Schuh lief. Ganz offensichtlich ist mit dieser Wunderwaffe an den Füssen eine bessere Zeit möglich. Viktor Röthlin, ehemaliger Marathon-Europameister, hat eine Strecke von 10 km in 10 Etappen von je 1 Kilometer in exakt 3:30 min. mit verschiedenen Schuhen zurückgelegt. Das Ergebnis: mit dem Nike-Schuh stieg der Puls nur auf maximal 162 an, mit dem konventionellen Schuh auf 171. Das heisst: mit dem Vaporfly an den Füssen wurde das Herz für die gleiche Strecke weniger gefordert; die Leistungsreserve war grösser. Spezialisten gehen davon aus, dass ein trainierter Läufer seine Marathonbestzeit mit dem neuen Schuh um bis zu 4% senken könnte. Wenn wir von einer Bestleistung von 2 h 30 min ausgehen, sind dies immerhin 6 Minuten... Das neueste Nike-Modell heisst denn auch "Nike Vaporfly 4%". Es kostet die Kleinigkeit von etwa 300 Franken und wird wohl bald an den Füssen vieler Hobbyläufer zu bewundern sein. PS: ich werde auch künftig ohne diesen Schuh auskommen...



11. April 2019

Zu dieser Seite braucht es keine Erklärung. Neben aktuellen Ergebnissen erlaube ich mir, hier persönliche Interpretationen und Ansichten aufzuzeigen - zur Freude der Einen, zum Leid der Anderen.

Was denken Sie? Wer wird deutscher Fussballmeister? Bayern München?

Vor vielen Wochen, als Borussia Dortmund noch klarer Leader war und Bayern kränkelte, habe ich mit sportbegeisterten Kameraden gewettet, dass Bayern München wieder Meister würde. Nun sind sie davon nicht mehr so weit entfernt und haben Dortmund überholt. Meiner Meinung nach müssen die Dortmunder - trotz des Schweizer Trainers Lucien Favre - darauf achten, den 2. Platz nicht zu verlieren. In der Rückrunde haben 4 Mannschaften aus der Bundesliga mehr Punkte geholt als die Borussen...






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